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Tocotronic in Düsseldorf

published on 2007|10|23

Tocotronic auf “Kapitulation”-Tour in Düsseldorf. Nachdem ich sie in Köln wegen übler Verpeilerei verpasst habe, beschlossen Lisa und ich, nach Düsseldorf zu fahren. Tocotronic spielte dort im zakk, das ein ausgesprochen netter Laden ist. Große Bühne, schöne Räume. Das Konzert war – um es mit einem Wort zu sagen – großartig. Für mich war es das dritte Tocotronic-Konzert und gleich das Beste. Dafür sorgt sicherlich, dass das aktuelle Album Kapitulation zu dem besten gehört, was die Jungs jemals eingespielt haben. Nicht so roh wie “Digital ist besser”, sondern feinsinniger, nuancierter und sehr spannungsvoll. Wer noch nie auf einem Tocotronic-Konzert war, versteht das Genre Rock meist nicht, in das man Tocotronic häufiger einordnet. Aber live sind sie so wuchtig laut und rockig, dass die vor allem auf Kapitulation doch manchmal opulenten Kompositionen auf das Wichtigste heruntergebrochen werden: Gitarre, Bass, Vocals und Drums. Dadurch wirken die Stücke roher, unfertiger – eben wie im Proberaum. Tocotronic spielten alleine acht Tracks von der aktuellen Scheibe (Lisa hat gezählt), dann altbekanntes wie “Freiburg” oder “Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen”, aber auch seltener gehörtes wie “Free Hospital” oder “Sailor Man”. Von der letzten Scheibe “Pure Vernunft darf niemals siegen” durften der Titeltrack und “Aber hier leben, nein Danke” nicht fehlen. Über Konzerte zu schreiben birgt ein Problem, dass das Erlebnis eh nicht zu transportieren ist. Es war sehr gut, fertig.

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Produktberatung

published on 2007|08|12

Wenn man wirklich sehr auf guten Klang steht, glasklare und massive Bässe bevorzugt, zugleich aber Lautsprecher haben will, die Schönberg auch makellos schön abspielen, welche nimmt man denn?

P.S.: Sie müssen hübsch sein
P.P.S.: Mein Budget beläuft sich um die 500€ rum. Mehr will ich nicht ausgeben
P.P.P.S.: Sie müssen groß sein (Fetisch und so)

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Travis - The Boy With No Name

published on 2007|05|27

Travis ist ja klassische Fahrstuhlmusik. Läuft so runter, kann man hören, muss man aber nicht. Eben Phil Collins für Leute mit Geschmacksdünkel. Ganz in dem Stil ist auch das neue Album »The Boy With No Name« gehalten. Es läuft so runter, ist süffig, ohne große Überraschungen. Ein Gin Tonic eben. Schmeckt überall gleich mittelmäßig, kann man aber gut trinken und sich darauf verlassen, dass er – nunja – wie immer schmeckt. Travis würde zur Kohl-Ära und seinem »Keine Experimente«-Diktum passen. Nun ist die aber vorbei, Travis hingegen machen weiter Musik. »The Boy With No Name« ist eine langweilige und irrelevante Platte, die ich trotzdem gut hören kann. Sie ist komplett frei von Überraschungen, ein Track wie der andere. Es gibt keine Perlen und keine Enttäuschungen. Gitarre, Vocals, Bass und Drums mischen einen schönen Brei der so klingt, als habe man ihn schon immer gehört. Es gibt – selten genug – kein Stück, dass man empfehlen kann.
Anspruchsvoll ist das nicht, unglaublich schlecht aber auch nicht. Eine der wenigen Platten, bei denen es vollkommen gleichgültig ist, ob man sie hört oder nicht. Innovativ ist aber durchaus anders. Naja, hört sie euch an – oder auch nicht.

[ Disclaimer: mp3.de hat gerade ja die Republik mit Werbeplakaten für das Album zugeklebt. mp3.de ist unsere Partner-Company. Ich schreibe aber über das Album weil es mir gefällt. ]

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Kreuzschmerzen

published on 2007|04|13

In zehn Tagen bleiben nur noch neun Jahre bis zum sicheren Ende, dem dreißigsten Geburtstag. Also im Grunde genommen bin ich noch nicht furchtbar alt. Trotzdem quälte ich mich heute den ganzen Tag mit derben Rückenschmerzen. Schuld daran war das phänomenale Konzert von CSS im Gebäude 9 (ein schön-schmutziger Club). Nun, es fing denkbar schlecht an. Die erste Vorband hatte den Charme einer Klassenfahrt von Zwölftklässlern eines Dorfgymnasiums. Auf einmal standen die Jungs von The Holloways auf der Bühne, wussten nicht genau, was sie nun tun sollten und fingen an zu spielen. Dabei gebärten sie sich denkbar uncool und ironiebefreit, produzierten grottenschlechtes Gitarrengeschrubbe, was vermutlich irgendwie entfernt Brit-Pop sein sollte. Das Publikum, das vermutlich alles gut findet, was ihnen vorgesetzt wird, schüttelte dämlich den Kopf und glotzte beseelt. Wer’s mag.
Danach kam eine brasilianische Volksmusikgruppe, Tilly And The Wall. Nun, nicht solche mit Alpaka-Poncho, Panflöte und Akkustikgitarre, sondern die Studentenversion davon. Also eine Gruppe bestehend aus drei Damen und ebensovielen Herren, einer bekleidet mit skurrilem Retro-Peace-Sign-Shirt, die wirklich nervige Volksmusik spielten, mit debilen Texten wie »Let us be free-ee-ee-ee«. Also Shakira macht im Grunde genommen ja schon recht dürftige Musik, diese Stundentenkapelle hingegen unterbot alles was man an Latin-Kitsch so kennt um Längen. Ricky Martin ist im Vergleich dazu ein richtig ernstzunehmender Musiker. Das alles hielt große Teile des Publikums natürlich nicht davon ab, wieder bekloppt mit den Köpfen zu wackeln, ab und an hippiesk mit den Armen zu wedeln und auch ansonsten ausgiebige Geschmacksbefreiung zur Schau zu stellen. Aber genug des Ärgers, selbst schuld, wenn man so früh da ist.
Endlich um 23:00h herum betraten dann CSS die Bühne. Nach dem ersten Stück konnte man die Band nicht mehr sehen, der Kunstnebel war wohl ein klein wenig überdosiert. Schnell verschwand der Nebel und ebenso schnell bewegten sich die Körper der Tanzenden zur wirklich fantastischen Show. Die Rockereien der Frontfrau würde ich nicht einmal fünf Minuten durchhalten ohne umzufallen. Nach einer Stunde war dann Schluss und sogar das Armband meiner Uhr komplett durchgeschwitzt. Und mein Rücken wurde wohl auch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Ob es von apruppten Bewegungen kommt oder temporäre Altersschwäche ist, bleibt ungeklärt.

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Linkdropping

published on 2007|02|18

»Engel in der Hölle« sollte man gelesen und verstanden haben, bevor man sich das nächste mal seiner Peer-Group-Codices via Tokio Hotel-Bashing versichert.

Ach ja, das Gerede vom »gestörten Verhältnis zur ersten Natur« ist natürlich quitschi-quatschi Unsinn. Der Rest aber nicht.

[ via zeank, mündlich ]

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Wie Kobolde auf Schultern

published on 2007|02|17

Es gibt diese Musikstücke, die man einmal hört, ausgezeichnet findet, sofort wieder vergisst und sich nur von Zeit zu Zeit erinnert. Niemals aber würde man auf den Titel kommen, denn vielleicht hat man den Track nur in einem Film gehört und ist dann doch vor Ende des Abspanns verschwunden, oder in einer Bar und hat vergessen nachzufragen. In Hautnah, ein ganz guter Film über postmoderne, urbane Geschlechterbilder, kommt der Song »The Blower’s Daughter« von Damien Rice vor. Heute wiedergefunden über Last.fm, Wikipedia und Bittorrent. Manchmal, aber nur manchmal, da mag ich dieses Internet ganz gern.

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With or without »The«

published on 2007|02|06

»The Arcade Fire« or »Arcade Fire«?
However, the new album »Neon Bible« has been completely leaked. You should give it a try. Eric Clapton and the Colplay-guys cannot be both wrong.

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Zitate remixen

published on 2007|02|05

Ich blogge so, Muse macht so seine Videos. Einfach einen Haufen Zitate zusammenklauen, keine Quellen angeben und daraus was basteln. Ganz großer Song, ganz großes Daumenkino.

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The good ol’ Seattle

published on 2007|01|28

Nur, um etwas den Hunger zu vergrößern: das diesjährige Southside kommt mit Pearl Jam als Headliner daher. Also Pearl Jam. Ja, Pearl Jam. Nochmal: Pearl Jam. Falls es noch jemand nicht mitbekommen hat: Pearl Jam. Pearl Jam! Das wird so ein Konzert, wo ich doch wieder das Hemd aus der Hose zupfe. Eine Anektdote, die gewisse Lästermäuler immer wieder gerne erzählen.

Achso, und für das sonstige Lineup tippe ich auf folgende Interpreten (Algorithmus erkläre ich, wenn ich gewonnen habe): The Films, Arctic Monkeys, Mando Diao, Olli Schulz und der Hund Marie, Belle and Sebastian, Joanna Newton (dumme Kuh, warum mir Neo-Folk auf den Keks geht, könnte ich auch mal noch schreiben), entweder Placebo oder Thom Yorke solo, Tocotronic ist nicht gänzlich unwahrscheinlich, wie heißt nochmal diese New Yorker Geschwister-Grizzly-Bear Truppe mit den dicken Frauen und Männern?, die werden wohl auch spielen.

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»The Wedding Dance of the Widow Bride«

published on 2007|01|15

On February 7th, 2007 the new Album »The Wedding Dance of the Widow Bride« by Geoff Berner will be released. For those who like drunken klezmer, songs about the Maginot Line and the benefits of staying drunk and unemployed by an artist who is a lucky goddamn jew and a whiskey rabbi at the same time this is an important news. Enough lyrics-dropping for now.

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Weihnachtsgeschenke II

published on 2006|12|29
Die Jungs von museum haben auch Weihnachtsgeschenke verschickt. Original selbstgebastelt, sehr cool das. Hatte ich schon erwähnt, dass die Musik gefällt? Ja, hatte ich. In ein paar Jahren werde ich mit diesen beiden Alben Millionär.
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Bands, auf die die Welt wartet

published on 2006|12|06
©binarymuseum.net

Ich bekam kürzlich über mein Last.fm-Profil den Tipp, mir doch einmal Museum anzuhören. Eine Hamburger Band, die sich musikalisch zwischen Radiohead, Placebo und dieser komischen Stilrichtung, die man ab und an irgendwie Lo-Fi nennt. Einzig der funny german accent lenkt einen davon ab, dass man hier nicht Thom Yorke und Brian Molko vor sich hat, sondern vier Hamburger, die einfach nur verdammt gute Musik machen. Die Tracks sind mit einer solchen Liebe zum Details komponiert, eingespielt und nachbearbeitet, Melodielinien, die vor sich hinfließen um dann umso schmerzhafter zu brechen, Effekte mit sicherer Eleganz gewählt, krachende Gitarren, brüchige Stimmen, synkopische Eile, flirrende Ruhe und »Stücke für Bass, Gitarre und Vocals«. Das ist die Spannweite dieser Band. Zum Teufel, so etwas Feines habe ich seit Jahren nicht gehört.

Anpieltipps

Update:

Wir hosten nun auch die Tracks von Museum.

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And again: rollin' and tumblin'

published on 2006|11|18

Für Polypen-Fanboys und -girls: durchaus gutes Album, entspannte Altherrenmusik für den Winter, erst kürzlich in meine Hände gefallen. Auch geeignet als Weihnachtsgeschenk. Aber da gibt es ja so viel dieses Jahr: Kelis »Kelis was here« fand auch nur die Spex doof. Sie gehört zu den wenigen HipHop-Blackmusic-Soul-Sonstwas-Gören die ich gerne höre. An Kaleidoscope reicht es – auch optisch – nicht heran, aber hey, wie soll man bitte »Mafia« noch toppen? Eigentlich sollte ich über beide Alben noch ein bisschen mehr schreiben, vielleicht finde ich mal noch Zeit.

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»Songs From The Labyrinth«

published on 2006|10|25

Wenn man, wie ich, eine gewisse Schwäche für minimalistische, klassische Vokalmusik hat, so sei einem »Songs From The Labyrinth« (John Dowland) interpretiert von Sting (Gesang) und Edin Karamazov (Laute) gar wärmstens empfohlen. »Fine Knacks For Ladies« und »Come Again« hatte ich selbst schon einmal – lang, lang ist‘s her – gesungen. Und nein, davon gibt es keine Aufnahmen. Schön ist hier, dass man mit Dowland exakt eine Momentaufnahme des Übergangs von mittelalterlicher Stilistik (Homophonie, mittelalterliche Instrumente wie Laute oder Gambe) hin zu dem, was heute im Volksmund immer »klassische Musik« (Mehrstimmigkeit, Kompositionen, klassiche Seiteninstrumente) heißt, hat. Einfach mal Tee kochen, Füße hochlegen, anhören.

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»I can go with the flow«

published on 2006|10|13

Die da sind ganz schön gut.

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